Was will man sagen. Holz ist “der” Werkstoff für Klappläden / Fensterläden bzw. Schiebeläden.
Er wird geliebt und gehasst. Aber niemand spricht dem Werkstoff seine Atmosphäre, Wirken und Erscheinung ab.
Er hat in seit aufkommen der Aluklappläden immer mehr an Marktanteil eingebüßt. Aber nicht weil er schlecht ist, sondern hauptsächlich wegen der oft genannten Pflege. (.. den muss man ja alle 2 Jahre Streichen ...) Aus diesem Grunde hier alles über Farbe!
Die Vorteile dieses Werkstoffes:
Leicht zu verarbeiten, dadurch lassen sich auch sehr individuelle Modelle erstellen. Es gibt sehr viele unterschiedliche Hölzer.
Das Holz lässt sich mit allen Farbtönen, egal ob deckend oder transparent, veredeln. Dies ist Fluch und Segen gleichermaßen.
Holz benötigt einen effektiven Schutz. Das ist zwingend. Dieser muss folgender Maßen aufgebaut sein.
- konstruktiver Holzschutz
- chemischer Holzschutz
Nur in dieser Reihenfolge. Bei Auswahl geeigneter Konstruktion, Bewitterungslage und Farbe (nix billix Baumarkt!) hält der Farbanstrich gut und gerne 8 - 10 Jahre und mehr.
Geeignet für die Herstellung von Klappläden gibt es:
- Kiefer
- Fichte
- Eiche
- Lärche / Douglasie
- Hemlock
- Dark Red Meranti
- Mahagoni
- Western Red Cedar
Jedes Holz hat sein für und wieder. Genauestens gibt hier natürlich Wikipedia Auskunft.
Zusammengefasst muss man hier ein Augenmerk darauf legen:
Kiefer / Fichte Benötigen zwingend guten Holzschutz
Eiche Ist etwas problematisch mit dem haften der Lacke
Lärche / Douglasie Sonst verziehen sich die Hölzer und werden grau. In der Fachliteratur ist explizit darauf hingewiesen, dass Lärche / Douglasie chemischer Holzschutz braucht.
Western Red Cedar Auch diese brauchen Farbe! Sonst verziehen sich die Hölzer und werden grau. Vor allem in den BeNeLux stark verbreitet.
Dark Red Meranti Auf das Rohgewicht achten und nicht mit White Seraya verwechseln, das als alternative angepriesen wird, aber aufgrund des geringeren Gewichtes eher bei Kiefer (Holzschutz!) zu Hause ist.
Mahagoni Fast ausgestorben. Es gibt fast nur noch Restposten
Eine ganz interessante Entwicklung gibt es bei den “thermischen Imprägnierung”. Diese machen z. Zt. unter dem Namen “Thermoholz” “Platoholz” usw. einen wenig Furore. Ich selbst habe meine Schiebeläden und die komplette Fassade, als auch Terrasse aus diesem Holz gemacht.
Mein Fazit: Es ist so haltbar wie gesagt wird (ich habe seit 2002 die Hölzer im Einsatz). Es neigt aber zur Fladerbildung. D. h. die Jahresringe lösen sich ab. Hier ist die Fichte deutlich problematischer als z. B. behandelte Kiefer. Auch hat das Verfahren dazu maßgeblichen Einfluss.
Und so krass das klinkt, man kann auch Buche für den Außenbereich jetzt einsetzten.
Die Ware die z. Zt. auf den deutschen Markt kommt (Stand 2007), ist veredeltes Abfallholz. D. h. man muss mit erhöhtem Astanteil rechnen.
Die Farbhersteller haben 2002 alle keine Freigabe für Thermo behandeltes Holz gegeben. Es waren nur Öle zu bekommen. Ich habe trotzdem meine Hölzer im lasierenden Farbton, knallrot gespritzt. Stand 2008: Der Lack hat absolut keine Fehlstellen. Alles noch wie am ersten Tag (bis auf die Schichtdicke ;-)). Wer interessiert ist kann hier Kontakt aufnehmen.
Thermoholz ist für Schiebeläden (z. B. auf Stahlrahmen) sehr geeignet. Als Klappladen eher nicht, da die Lamellen Spannungen aufbauen. Thermoholz verträgt aber keine Spannungen.
Summa summarum: Holz ist ein sehr geeignetes Material, wenn man es ein bisschen Pflegt!
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